Der, der bleibt

Zwischen diesen Menschenmassen,
die sich nicht unterscheiden,
blitzt es grün auf.
Er sticht hervor,
zwischen den schwarzen Anzügen.
Er ist nicht makellos,
seine Arme hängen tief,
seine Haut ist rissig
und trotzdem steht er über allen anderen.
Er ist einer der letzten,
sie wurden alle benutzt,
und vernichtet.
Nur er blieb,
überlebte.
Niemand nimmt ihn wahr,
jeder ignoriert ihn.
Doch ihn stört es nicht,
er kann endlich ausatmen.
Er musste kämpfen,
durch den Asphalt durch.
Schwarzer Teer erdrückt ihn,
er muss kämpfen,
um zu leben.
Meine Stadt ist sein Zuhause,
wir leben in derselben Straße,
die die ihn einengt,
ist mein Weg.
Wir sehen uns immer,
im stillen Verständnis,
dass es bald vorbei ist.
Bald sind alle weg,
nur er bleibt.
Er ist existent,
im Diesseits und Jenseits.
Er weiß, dass es falsch ist.
Das Dasein.
Unsere Stadt steht an einer Klippe,
auf welcher Seite stehst du?
Er und ich sind uns einig,
er wird bleiben.

Elsa S.