Mein Traumberuf: Journalist

Mein Traumberuf: Journalist. Chancen, mein Ziel zu erreichen: Eher unwahrscheinlich. Seit einigen Jahren hat sich in mir der Wunsch herauskristallisiert, ein Journalist zu werden. Ich liebe die Vorstellung, Leute zu interviewen, auf der Lauer zu liegen – immer auf der Suche nach einer neuen Story – und natürlich umwerfende Titelstories zu schreiben.

Ich stelle mir das ein wenig wie in diesen amerikanischen Filmen vor, wo es immer eine neue und bessere Story gibt und die Redaktion um ihre Artikel kämpft. Am Ende des Tages halte ich dann eine Zeitung in den Händen mit ein paar meiner Artikel – und am nächsten Morgen werden auch andere Menschen meine Texte lesen und sich darüber freuen, ärgern oder wundern.

Doch das ist nur mein Traum und heutzutage ziemlich unrealistisch.

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und der „Zeitungsboom“ nimmt immer mehr ab. Es gibt wenig Leser, die sich die mittlerweile etwas teurer gewordenen Zeitungen kaufen.

Der Markt schrumpft und der klassische Zeitungsjournalismus, wie ich ihn mir vorstelle, wird durch das Internet verdrängt. Dadurch fehlt vor allem Nachwuchsjournalisten die berufliche Sicherheit. Man muss also selbst entscheiden, ob man dieses Risiko eingeht und Zeit sowie Geld investiert.

Heutzutage gibt es in einer Redaktion relativ wenig Festangestellte. Häufiger gibt es sogenannte Freie Journalisten, die sich ihre Artikel pro Wort bezahlen lassen. Viele Journalisten steigen deswegen zum Online-Journalismus um. Doch auch da gibt es Hacken: Man muss immer aktuell sein – noch aktueller als zuvor, denn Social Media wartet nicht. Präsenz auf sozialen Websites ist notwendig. Konkurrenz ist stärker ausgeprägt und man verdient weniger, denn Journalisten gibt es wie Sand am Meer.

Online-Journalismus wäre also eine mögliche Alternative, es herrscht dort jedoch noch größere und stärkere Konkurrenz, man verdient wahrscheinlich weniger,

Aber ich möchte trotz allem immer noch Journalist werden. Doch wie stelle ich das an? Zuerst einmal, es gibt ein paar Universitäten, die den Studiengang „Journalismus“ anbieten. Da wäre zum Beispiel die DEKRA Hochschule Berlin oder die HMKW – Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft.

Praktika bei einer Zeitung sind empfehlenswert und erhöhen die Chancen, dort angenommen zu werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es beim Praktikum nicht nur ums Kaffeekochen geht, sondern man auch eigene Artikel, vor allem Kurznachrichten, schreiben und veröffentlichen darf.

Die meisten Studiengänge umfassen alle Bereiche der journalistischen Arbeit, wie Printjournalismus, Radio, Online- und TV-Journalismus. Oft sind die Studiengänge auch mit Praktika in Agenturen oder Unternehmen verbunden. Englisch kann auch eine Voraussetzung sein, denn Journalismus ist heute oft international.

Während des Studiums spezialisiert man sich meist auf eine Richtung wie zum Beispiel Sport- Journalismus und am Ende beim erfolgreichen Abschluss erhält man dann einen Bachelor.

Mit dem Studium kann man zwar Journalist werden, aber mit Journalismus ist heutzutage nicht mehr nur der klassische Journalist gemeint. Man kann PR-Berater werden, man hat die Möglichkeit in Werbe-, Medien- und Kommunikationsagenturen tätig zu sein oder man leistet Medienarbeit in Parteien oder öffentlichen Verbänden. Oder aber man wird Sport-Journalist oder Moderator.

Es gibt aber auch die Möglichkeit als freier Journalist zu arbeiten, mit oder ohne Studium. Diejenigen, die als freier Journalist arbeiten und kein Studium absolviert haben, haben es natürlich sehr viel schwerer, denn die Konkurrenz ist hoch und der Journalismus wartet nicht.

Mein Traumberuf: Journalist. Chancen, mein Ziel zu erreichen: ziemlich gut. Ich werde vielleicht kein klassischer Journalist werden, wie man ihn in Filmen sieht, aber ein moderner Journalist ist auch nicht schlecht.