„Wir sind eine rechte Partei“ – World Café mit der AfD

Mit strammem Schritt rücken die Vertreter Martin Trefzer und Alexander Bertram der AfD (Alternative für Deutschland) am Donnerstag den 08.09.2016 in den Räumen 2315 und 2310 an. Nach einer kurzen Begrüßung unsererseits und einem Gruß ihrerseits startet die Frage-Antwort-Runde. Schnell festigt sich eine klare Meinungsverschiedenheit zwischen Schülern und Parteimitgliedern, die sich häufig in ausweichenden Antworten seitens der AfD widerspiegelt. Besonders das Thema Flüchtlingspolitik (Folgen, Probleme und Maßnahmen) wird fokussiert und heiß diskutiert. Der Falsche Weg, den die jetzige Regierung im Umgang mit jenem Thema seit Jahren geht, sei einer der Hauptgründe die AfD zu wählen, da diese das Thema neu angehen wird, um es zu klären, so Trefzer. Auch die Rechte in der Homoehe sind Thema der hitzigen Diskussion, bei welchem die AfD zwar der Meinung ist, dass Homosexuelle Paare genauso gleichberechtigt sein sollten wie Heterosexuelle Paare, sie jedoch kein Recht haben

sollten Kinder zu adoptieren (Wörtlich:„Mann und Mann können keine Kinder zeugen, also sollten sie auch kein Recht haben Kinder zu adoptieren.“), was ihrer vorherigen Aussage über die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare im Kern widerspricht, denn warum sollte nicht alle Paare das gleiche Recht haben Kinder zu bekommen, auf natürlichem, wie auch auf rechtlichen Weg?

Auf die Frage, wie sich die AfD erklärt, dass sie in den Medien immer als rechts und rassistisch abgestempelt wird, antwortet Martin Trefzer schlicht: „Also das wir ne rechte Partei sind kann man ohne zu zögern sagen […] In den Medien ist das gar nicht mehr so schlimm, viel schlimmer sind die tätlichen Angriffe auf uns von Linksradikalen […] Viele Parteien sehen nicht das Linke aktiv unserer Demokratie schaden, […] aber ich habe dennoch kein Problem damit, wenn man sagt  ‚wir sind eine rechte Partei‘.“

Mit diesen Worten wird nach 30 Minuten die Diskussion beendet, die insgesamt einen bitteren Nachgeschmack im Mund aller Anwesenden hinterlässt. Als Fazit lässt sich nur sagen, dass die beiden zwar an sich nette Gesellen sind, aber als Nachbarn möchte man sie nicht haben wollen…