Der Freiflieger blickt hinter die Kulissen der Berliner Morgenpost

Das Projekt der Schülerzeitung besucht vormittags die Redaktion einer der größten Zeitungen Deutschlands.


Unsere Reise begann 9:15 Uhr im Foyer unserer Schule. Es war ein kalter, ungemütlicher Mittwochmorgen. Außer Herrn Johanus, der uns mit seiner Motivation ansteckte, waren alle müde. Auf dem Weg zur Bushaltestelle wurden wir immer munterer.

Nach einer Wartezeit, die sich unendlich lang anfühlte, kam endlich der 265er Bus und die Fahrt ging los. Nach 20 Minuten Fahrt im warmen Bus erreichten wir unser erstes Teilziel: U-Bahnhof Schlesisches Tor. Ab hier begann der zweite Teil der Fahrt und alle waren jetzt gespannt. Wir nahmen die U1 und fuhren bis zum U-Bahnhof Kudamm. Ein paar Schritte später hatten wir endlich die Berliner Morgenpost erreicht. Zwei Glasgebäude erweckten durch ihre eindrucksvolle Größe unsere Aufmerksamkeit. Wir standen vor dem Hochhaus, in dem sich die Berliner Morgenpost befindet.

10:20 Uhr war es nun endlich soweit: Wir schritten gespannt in die Eingangshalle. Es gab vier Fahrstühle und insgesamt 15 Stockwerke. Wir mussten ins 9. Stockwerk. Als wir gruppenweise endlich alle angekommen waren, begrüßten uns Frau Huber und Frau Anders, die uns in den Konferenzraum führten. Die Aussicht aus den Panoramafenstern war einfach wundervoll. Man konnte fast ganz Berlin sehen, und wir wurden ein wenig neidisch, hier nicht zu arbeiten.

Nach der kleinen Einführung brachten sie uns in den Newsroom. Auf dem Weg sahen wir eine Unzahl von PCs und Monitoren. Ein Mitarbeiter hatte ein rundes halbes Duzend Bildschirme im Blick, auf denen er Informationen suchte und auswählte, die er anderen Redakteur*innen weiterleitete, die diese dann zu Artikeln verarbeiteten. Diese Aufgabe ist schwierig, anstrengend und braucht viel Übung, besonders wenn etwas großes passiert, wie zum Beispiel der Anschlag auf dem Breitscheidplatz.

Im Anschluss durften wir live bei einer Morgenkonferenz dabei sein. Die Redaktionsmitlgieder versammelten sich auf einer warmen, grünen, kuscheligen Couch. Ein Redakteur, der sogenannte Blattkritiker, gab Feedback zur gestrigen Zeitung ab, und Carsten Erdmann, der Chefredaktuer, stellte die News vor, die seiner Meinung nach wichtig waren. Am Ende entscheidet immer Herr Erdmann, welche Artikel am wichtigsten sind und welche Themen auf die Titelseite kommen. Die Themen waren Flüchtlinge in Tempelhof, ein Mord an einem Rentner in Potsdam und die steigenden Preise für Konsumgüter. Dann wurden noch ein paar Kleingkeiten besprochen, z.B. wie wichtige Termine.

Wir hörten alle aufmerksam und gespannt zu und jeder von uns war beeindruckt vom Geschehen. Als die Konferenz zu Ende war, durften wir uns einmal selbest auf die Couch setzten und uns wie echte Journlisten fühlen. Es war wunderbar.

Danach führte uns Frau Huber an den sogenannten „Balken“ eine riesige Pinnwand an der lauter Vorschriften hingen, die von anderen Mitarbeitern wiederum bearbeitet wurden, um sie in der Zeitung zu veröffentlichen. Dann lernten wir noch was über die Gestaltung der Berliner Morgenpost, unter anderem über die Fotos, die in der Zeitung passend zu den jeweiligen Artikeln veröffentlicht werden.

Um 11:45 Uhr fanden wir uns alle im Konferenzraum wieder und besprachen die interessanten Einblicke. Danach stellte uns Frau Anders das Projekt Media Campus der Berliner Morgenpost genauer vor. Dort können Schulklassen Artikel veröffentlichen. Wir hatten dazu viele Fragen und waren vom Projekt begeistert. Bestimmt wird sich der Freiflieger in Zukunft daran beteiligen.

Gegen 12:00 Uhr machten wir uns wieder auf den Rückweg. Es war eine wirklich tolle Exkursion.

Vielen Dank an Lara Görner und Patricia Köppen, die für uns die Besichtigung der Redaktion der Berliner Morgenpost im Rahmen der Projektwoche organisierten.