Handyverbot – ja oder nein?

handyverbot bildDie Schule diskutiert zur Zeit darüber, ob es eine Veränderung im Umgang mit Handys geben soll. Neben generellem Handyverbot gibt es auch die Möglichkeit für räumlich bestimmte Regeln. Wir haben Schüler/innen und Lehrer/innen nach ihrer Meinung zu einem möglichen Handyverbot gefragt, da auch bei der letzten GSV das Thema angesprochen wurde und in den Klassen die Meinungen besprochen werden sollten.

„Nein, bloß kein Handyverbot!“ oder auch: „Auf keinen Fall“, bekamen wir bei unserer Umfrage zu hören, denn von 24 befragten Schülern/innen waren 21 gegen ein Handyverbot – sowohl gegen ein generelles als auch gegen ein räumliches Verbot. 

Die restlichen drei Schüler/innen waren für räumliche Regeln, d.h.  zum Beispiel für Handyverbote in der Cafeteria, in Unterrichtsräumen oder sogar im ganzen Schulhaus. Wie man merkt, kommt man bei den Schülern/innen mit dem Handyverbot nicht so gut an.

Außerdem waren ein paar Schülerinnen der Sek. 2 dafür, dass nur die Mittelstufe (7. Bis 10. Klasse) ein Handyverbot bekommen soll, da die Sek. 2  das Handy oft im Unterricht oder auch für Hausaufgaben benötigt. Wir persönlich finden diese Idee etwas unfair, denn warum sollten ältere Schüler mehr Handyrechte haben, als jüngere?

Die von uns befragten Lehrer/innen waren größtenteils eher für ein Verbot im Schulhaus, vor allem in den Unterrichtsräumen, sie hätten aber nichts dagegen, wenn das Handy auf dem Schulhof in Benutzung ist.

Im Gegensatz zu uns, wo über ein Handyverbot nachgedacht wird, wird in Bayern über eine Handyerlaubnis diskutiert. Denn in Bayern herrscht in jeder Schule strengstes Handyverbot.

Die bayrischen Lehrer kämpfen für eine eigene Regelung beim Thema Handyverbot an ihren Schulen. Damit sie selbst über ein eventuelles Handyverbot an ihrer Schule entscheiden können.  „Wir haben uns früher heimlich Zettelchen im Klassenzimmer geschrieben, aber keiner kam auf die Idee, Papier zu verbieten“, so Dorothee Bär.

Florian Schwegler, der Bezirksschülersprecher der Gymnasien in Unterfranken meint, dass das Handyverbot auch keine Probleme, wie z.B. Mobbing löse: „Man sollte Mobbing bestrafen, nicht das Medium verbannen.“

Hier findet ihr zwei weitere Artikel zum Thema Handyverbot in Bayern, die wir lesenswert finden:

Letztendlich ist die Mehrheit unserer Schule für räumlich bedingte Regeln,  aber auf dem Schulhof sollte es erlaubt sein, da es ab und zu als Lernhilfsmittel erlaubt und sehr nützlich sein kann, es aber auch gut vom manchmal stressigen Schultag ablenkt. Natürlich haben wir nur die wenige Schüler/innen und Lehrer/innen  zu diesem Thema befragt. Wir sind uns durchaus im Klaren, dass es noch viele andere Meinungen zu diesem Thema gibt.

Von Lauryn und Laura 8a

2 Kommentare

  1. Andrej Tschichatschow sagt:

    Sehr guter Artikel. Ich finde es auch sehr ungerecht, dass die Unterstufe ihr Handy nicht benutzen dürfte.

  2. Hans Dampf sagt:

    Warum sollten ältere Schüler mehr Handyrechte haben, als jüngere?
    Weil ältere(SEK II) Schüler (meist) schon wissen, wofür sie in die Schule gehen und selbst wissen müssen, ob sie dem Unterricht folgen oder nicht.
    In der Mittelstufe müssen SuS noch geführt werden, sie haben sozusagen noch Welpenschutz.

    Ein generelles Handyverbot wäre nicht nur nicht zeitgemäß, sondern auch schlichtweg nicht ausführbar – verbotene Früchte schmecken besser.

    Das Smartphone sollte lieber noch besser in den Schulalltag integriert, statt verbannt werden.

    Aktivitäten in der Freizeit, also auch in den Pausen und in der Cafeteria, sollten frei von den SuS selbst ausgewählt werden. Wenn sie sich für das Smartphone entscheiden, sollte man das respektieren.

    Beste Grüße
    Hans Dampf (Jahrgang 11)

Kommentare sind geschlossen.