Wir sind mehr!

wsm3Rund 6.500 Menschen auf einem Konzert stoppen den Alltag in Chemnitz. Der Grund: Ein erstochener 35-jähriger. Das Konzert fand unter dem Hashtag #wirsindmehr statt. Die AG-Gemont-Aktiv hat sich mit dem Thema beschäftigt und sich entschlossen, auch ein Statement als Schule zu geben, deswegen schossen wir alle am Freitag den 13.09.2018 ein Foto.

 

Am 25.August in der Nacht zum Sonntag gab es Auseinandersetzungen zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten. Dabei wurde ein 35-jährige Tischler mit kubanischen Wurzeln aus Chemnitz erstochen. Daraufhin stürmen Menschen die Straßen von Chemnitz – mit Parolen wie „Wir sind das Volk und wir regieren die Stadt!“

Am Nachmittag sind es immer mehr Menschen, die sich gegen Ausländer äußern, einige Menschen werden sogar gewalttätig und hier und da taucht sogar ein Hitlergruß auf.

Als wären wir in der Zeit zurückgereist. Mehr als siebzig Jahre liegen zwischen der Nazizeit und unserer Gegenwart, trotzdem haben sich manche Menschen einfach nicht weiterentwickelt oder sich mal umgeschaut und gemerkt, dass es nicht schön und total unmoralisch ist, wie sie auf den Verlust eines Menschenlebens reagieren.

Rassismus ist unnötig und löst einfach nur Wut aus. Eigentlich sollten wir uns doch weiterentwickeln. In vielerlei Hinsicht, wie z.B. in der Technik, tun wir das auch. Aber bei den Themn Zusammenhalt, Gemeinsamkeit und friedliches Miteinander sind wir eher rückschrittlich.

Für viele Menschen, die ein Zeichen gegen Ausländerfeindliche Gewalt oder Vorurteile auf Grund von Kultur, Herkunftsland oder Hautfarbe setzten wollen, war das ein guter Grund jetzt zu demonstrieren, ein Konzert mit zu organisieren oder einfach nur als Zuschauer zu unterstützen. Verschiedene Prominente und Bands versammelten sich am Tag darauf und gaben ein Konzert, um ein Statement gegen Ausländerfeindlichkeit zu setzten und auch um zu zeigen, dass die Mehrheit so denkt. In den nachfolgenden Wochen meldeten sich immer mehr vereinzelte Stars/Promis auf Instagram oder anderen Social-Media-Plattformen, Postern, Bildern – alle unter dem Hashtag #wirsindmehr. Und wir sind mit unserem Foto ein Teil davon.

Um solche Vorfälle an Schulen, öffentlichen oder privaten Orten zu vermeiden, sollte man sich einsetzten oder helfen, wenn man mitbekommt, dass Menschen eingeschränkt und auf Grund von Vorurteilen, Herkunft oder Aussehen diskriminier werden, oder wenn eine Diskussion in die falsche Richtung läuft. Einfach auch mal ein Statement setzten und dafür sorgen, dass das Weltbild ein Millimeter oder ein viertel Prozent besser wird.

Leticia K.