Unsere Lehrerin hat uns eine Woche Emojis verboten

Der Bericht eines Überlebenden!

von Tobias R., Moritz B., Annika P., Wipke v.G.

Wenn wir alle einmal ehrlich sind, haben uns die letzten Jahre zu emojiabhängigen Smombies🧟‍♀️ werden lassen.
Die lustigen kleinen Bildchen haben unsere Sprache nach und nach immer weiter infiltriert, nicht nur im digitalen Bereich! Sie haben sich eingeschlichen mit dem Ziel, die Schrift weiter und weiter aus der Welt der Gefühle zu verdrängen! Aus diesem Anlass gab uns unsere höchst verehrte 😉 Deutschlehrerin die Aufgabe, eine Woche lang ohne Emojis und Emoticons zu überleben und gegen den Strom der Infizierten vorzugehen.
Unser Auftrag war es, das Verhalten von den nun trockenen Emojiholikern und die Reaktionen der immer noch Abhängigen zu beobachten.

Zuerst dachte unsere Armada aus Außenseitern, dass dieser Kampf gegen den ungeheuer großen Smombietsunami ein einfacher werden würde. Der Kampf, dem Strom der Masse, Emojis zu benutzen, zu widerstehen.
Diese Einstellung legte sich schnell, nachdem bereits die ersten unserer Freiheitskämpfer über Bord gingen. Um ihre geliebten Smileys nutzen zu dürfen, gaben sie ihren Posten auf. Der Rest von uns stellte mittlerweile die ersten Entzugserscheinungen fest. Diese äußerten sich beispielsweise in Form von sozialer Isolation.
Auch ich habe die Symptome nicht ignorieren können. Zuerst schottete ich mich von meinen wichtigsten Freunden und meiner Familie ab, da wir unsere Aufgabe der Außenwelt logischerweise vorenthalten mussten, um den eigentlichen Sinn der Mission nicht aus den Augen

zu verlieren. Die Verlockung unsere Situation zu erläutern, um nicht missverstanden zu werden, schien zu groß.

Als nächster Schritt, um von der Defensive in die Offensive zu wechseln, begannen wir neue Methoden für das Ausdrücken von Gefühlen zu entwickeln (*grins*). Im Umgang mit für uns weniger bedeutungsvollen Smombies versuchten wir diese Taktiken nun zu testen und zu verbessern. Anstatt eines  

Nach einigen Tagen gerieten wir immer öfter ins Visier der feindlichen Übermacht. Aggressives Verhalten uns gegenüber wurde zu unserem Alltag, weswegen wir uns erstmal taktisch zurückziehen mussten. Die Infizierten fühlten sich von unserem verdächtigen beziehungsweise sonderbaren Umgang angegriffen. Diese Wortwahl, sie war einfach nicht normal genug!
Verwirrung machte sich breit, weil niemand unser Verhalten nachvollziehen oder wirklich erklären konnte. Einige reagierten deshalb aggressiv, andere wollten nichts mehr mit uns zu tun haben, da sie dachten, wir wären genervt oder frustriert aus ihnen nicht erklärlichen Gründen. Einigen aus der Gruppe, unter anderem mir, machte das schnell zu schaffen, da wir nicht missverstanden werden wollten! Aber wir blieben standhaft.
Nach stundenlangen Schusswechseln
und tagelanger Vereinsamung war das Elend endlich vorbei, die Woche lag hinter uns.

Sch(l)ussendlich ging ich als ein Überlebender aus dem Emojigeddon hervor, jedenfalls körperlich.