»E – Roller auf Hopfenbasis«- die Partei Die Partei for Future

Was die Partei Die Partei bei den Wahlberechtigt*innen nicht geschafft hat, gelang ihr bei der vergangenen U18-Europawahl an unserer Schule, der Einzug als viertstärkste Kraft ins U-18-Parlament vor beispielsweise der FDP und der CDU.

Die junge Partei steht für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung, basisdemokratische Initiative und ist für ihre Satire bekannt. Sie wurde von Redakteur*innen des Satire-Magazin Titanic gegründet und wurde im Rahmen der »Projektwoche For Future« von uns mit dem bewegensten Thema rund um unsere Zukunft, dem Klimawandel, per E-Mail ausgequetscht. 

Sollte dem Klimaschutz mehr politische Aufmerksamkeit gewidmet werden?
Haben Sie den Eindruck, die Politik setzt sich ernsthaft mit dem Thema
Klimawandel auseinander und ist auch an einer Lösung interessiert? Oder ist der Einfluss der fossilen Lobbyisten zu groß?

Dem Klimaschutz muss mehr politische Aufmerksamkeit beigemessen werden.

Nur darf es eben nicht unsere Aufgabe als Oppositionspartei sein, plötzlich Regierungsarbeit zu übernehmen.

Der immense Einfluss – von nicht ganz so fossilen Lobbyisten – ist uns natürlich nicht entgangen.

Das Berliner Energiewendegesetz besagt, dass die Stadt bis 2050
Klimaneutral werde müsse. Ist dieses Gesetz für Ihre Kolleg*innen in der
Politik überhaupt umsetzbar?

Ja, aber eins ist klar:

Wir müssen die Menschen überzeugen und dort abholen wo sie sind, um sie auf diesen Weg auch mitzunehmen.

Was sind Ihre Forderungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes?

Gut, dass Sie das ansprechen, aber lassen Sie mich zunächst einmal unseren Wählern danken.

Unsere Forderungen für den Klimaschutz?!

„Klimaziele schnell erreichbar machen!“

Bei der Entscheidung zwischen Rad und Bus kann sich meistens die
letztere Variante durchsetzen, was in ein paar wenigen Fällen nicht an
meiner Faulheit liegt, sondern an der Tatsache, dass ich mit dem Fahrrad
auf der Straße fahren muss. Braucht es einen größeren Umfang an sicheren
(Volks-)fahrradwegen?

Tatsache ist auch, dass Sie mit dem Bus ebenfalls die Straße benutzen müssen.

Nur ist das eben etwas bequemer und erweckt den Augenschein, dass Faulheit an sich nichts Schlimmes ist.

Da gehen wir natürlich komplett mit, und versuchen seit jeher eine Faulenquote zu etablieren.
Menschen mit größerem Umfang neigen – so oder so – oft eher dazu, eben nicht so viel Rad zu fahren.

Des Weiteren bräuchten wir auch eine adäquate Auslastung der von Ihnen vorgeschlagenen Volksfahrradwege.

Auch hier stehen wir als PARTEI nicht ohne Lösungen da: Wir brauchen mehr Volksfahrräder!!!

Hat der Kostenlose Nahverkehr Ihre Stimme?

Nein, denn selbst der kostenpflichtige Nahverkehr verfügt über sehr gute Stimmen.
Im Besonderen mag ich die Stimme der Frau, die an den Bahnhöfen immer sehr deeskalierend darüber informiert, dass mein Zug sich um etwa 60 Minuten verspätet.

Kommt der Kohle-Ausstieg 2038 zu spät und hat die neue Windrad-Regelung
diesen noch unnötig schwieriger gemacht?

Ob dieses Problem oder ein anderes – seien Sie versichert, dass wir mit Sachkenntnis, Mut und Augenmaß an gangbaren Lösungen arbeiten.

Eine relativ prompte und kostenfreie Entscheidung, um CO2 zu sparen,
wäre ein Tempolimit, aber gerade bei Andreas Scheuer stößt diese Maßnahme
auf Kritik. Hätte das Tempolimit trotz dieses Gegenwindes aus Ihrer
Sicht eine Perspektive?

Andreas Franz Scheuer hat schon versucht den EuGH über den Tisch zu ziehen.

Leider ist seine grandiose Idee einer Maut „nur für Ausländer“ ja kläglich gescheitert und ein extra eingesetzter Untersuchungsausschuss hat nun die heroische Aufgabe, diese aufzuarbeiten.

Zurück zu Ihrer Frage:

Meinen sie diese Taschentücher?

Auf diese Diskussion lassen wir uns gar nicht erst ein.

Sind E-Roller wirklich nachhaltig oder doch nur eine Attrappe und in
Wahrheit eine Möglichkeit, mehr Geld mit Touristen zu verdienen?
Sollte Andi Scheuer seines Amtes enthoben werden und wer wäre aus Ihrer
Sicht ein geeigneter Nachfolger oder eine geeignete Nachfolgerin
(#proFrauenquote)?

Ich werde Ihre beiden Fragen hierzu in umgekehrter Reihenfolge beantworten, nur um den Eindruck zu erwecken, dass hier peinlichst genau darauf geachtet wird eine gewisse Kontinuität des Ablaufes Ihrer Fragen zu gewährleisten. […]

Ein/e NachfolgerX erscheint uns absolut sinnvoll.

Wir sind auch schon etwas gespannt, wer zuerst seines Amtes enthoben wird, Trump oder Scheuer?!

Solange E-Roller nicht mit Batterien auf Hopfenbasis laufen, können sie weder als nachhaltig angesehen werden, noch als Attrappe und Möglichkeit den Touristen ihr sauer verdientes Geld aus der Tasche zu ziehen.

Sind Politiker*innen bloß schlechte Komiker?

Jeder Mensch ist im Grunde 1 Politiker.

Daraus resultiert schlussendlich, dass alle Menschen schlechte Komiker wären.

Also: Ja und Nein. *smiley

Werden Sie von diesen „Komikern“ ernst genommen oder fehlt der Humor?

Die meisten Komiker sind Nuhr auf sich selbst fixiert und kollabieren beim leisesten Anflug von Satire vollständig. Anderen fliegt auch gern mal der Barth weg …

Das kann sogar so weit gehen, dass eben diese „Komiker“ akut zu etwaigen Kabelbränden in ihren Herzschrittmachern neigen, sobald man sie auf ihren eigenen subtilen Humor anspricht.

Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Ich glaube, ich setze mir noch 1 Kanne Kaffee auf und gehe irgendwann später einkaufen.
Milch und Eier sind irgendwie alle, Müllbeutel ebenfalls.

Na ja, nehm ich mir mal vorsichtshalber nen Rucksack mit, oder?!
Vielleicht fallen mir ja unterwegs noch Sachen ein, die ich dringend brauch. Sie kennen das …

Ist der Begriff Nachhaltigkeit nicht ein Widerspruch zur
Bierpreisbremse? Aufgrund des höheren Bedarfs bräuchte es auch mehr
Transport der Glasflaschen und das hätte Folgen für den CO2-Ausstoß oder
stellen Sie diese Forderung wegen moral-ethischer Werte und
Wählerstimmen?

Warum der Begriff Nachhaltigkeit 1 Widerspruch zur Bierpreisbremse darstellen sollte, erschließt sich mir nicht. Wie wir ja alle wissen, gibt es ja auch Bierfässer.
Dass das natürlich keine endgültige Lösung sein kann, wissen wir nur zu gut, und fordern daher eigens installierte Bierleitungen für jeden Haushalt Deutschlands. (Ü 16)

Außer für den Osten der Republik natürlich, den wir ja baulich wieder vom Rest der schönen BRD trennen wollen.