Mobbing

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Mobbing kann zu mentalen Schäden und sogar zum Tod führen. Deswegen ist es nie gerechtfertigt, jemanden wegen des Aussehens, Herkunft, körperlicher Beeinträchtigungen usw. fertigzumachen.

Tatort Internet: Cybermobbing

Einer der am häufigsten vorkommenden Arten ist das Cybermobbing.

Der Begriff Cybermobbing stammt aus dem Englischen und heißt übersetzt soviel wie Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung oder Belästigung von Personen über das Internet.

Doch wie kommt es überhaupt zum Cybermobbing?

Neben böswilligen Tätern werden Leute auch unbeabsichtigt zu Mobbern. Durch die Anonymität im Internet ist es leicht, jemanden fertigzumachen. Zum Beispiel wenn man Bemerkungen macht, die man persönlich gar nicht für so schlimm hält, aber das Opfer nimmt diese anders wahr.

Meistens wird der Täter auch nicht zur Rechenschaft gezogen, da das Bewusstwerden der Tat fehlt.

Die Folgen des Cybermobbings sind ähnlich wie beim Mobben in der analogen welt. Ein schlechtes Selbstwertgefühl und weitere psychiche Probleme wie Depressionen können entstehen. In extremen Fällen kommt es auch hier zum Suizid. In solchen Fällen können dann nur psychologische Beratungen helfen.

Ein Opfer von Suizid durch Cybermobbing ist die damals 14-jährige Hanna Smith aus Großbritannien. Sie war auf der Plattform ask.fm unterwegs, doch anstatt nette Fragen gestellt zu bekommen, erreichten sie Nachrichten wie „Stirb, jeder wäre glücklich drüber.“ Diese oft vorkommenden Beleidigungen ertrug sie nicht mehr und erhängte sich 2013 in ihrem Kinderzimmer.

Ein weiterer Fall ist die, im Jahr 2012, 15-jährige Rehtaeh Parsons aus Kanada. Sie wurde auf einer Party von 4 Jungs erst alkoholisiert und dann vergewaltigt. Auf der Party wurden Fotos aufgenommen und dann veröffentlicht. Innerhalb von 3 Tagen hatte jeder in Rehtaehs Umfeld die Bilder gesehen. Im Anschluss wurde sie aufs Äußerste beleidigt. Das hielt sie nicht mehr aus und nahm sich im April 2013 das Leben.

Gegen Cybermobbing kannst du dich schützen, indem du in den sozialen Medien so wenig wie möglich von dir online stellst, da diese oft als Angriffsfläche genutzt werden. Des Weiteren solltest du nicht auf Nachrichten des Mobbers reagieren und ihn lieber blockieren.

Wenn du selbst Opfer von Mobbing beziehungsweise Cyber Mobbing bist, wende dich am besten an deine Eltern oder Lehrer. Wenn du anonym über deine Sorgen sprechen möchtest kannst du bei der Nummer gegen Kummer anrufen. Du erreichst die Berater*innen unter 116 111.

Verbales Mobbing

Zu verbalem Mobbing gehören Beleidigungen, Schimpfnamen und andere verletzende Dinge. Bei dieser Art von Mobbing wird man aber nicht körperlich verletzt, sondern seelisch. Verbales Mobbing kommt sehr häufig vor, ohne dass man bemerkt, dass es zu Mobbing zählt, denn viele normalisieren es.

Körperliches Mobbing

Wie der Begriff schon sagt, geht es in dieser Art um physische Verletzungen, z.B. Schlagen, Schubsen, Treten usw.

Soziales Mobbing

Das ist auch eine Art von der viele nicht einmal wissen, dass sie existiert. Hier wird man ausgeschlossen, es wird über einen gelästert und man fühlt sich nicht akzeptiert. Auschließen, oder Lästern sind Anzeichen, die viele nicht als Mobbing wahrnehmen.

Sexuelles Mobbing

Sexuelle Witze, Kommentare oder Gesten sind Teil dieser Art von Mobbing. Im Extremfall kommt es auch zu ungewollten Berührungen mit sexuellem Hintergrund.

Hilfe bei Mobbing-Vorfällen

Wer Menschen trifft, die unter Mobbing leiden, sollte  ihnen helfen. Zwar könnte man sich theoretisch einmischen, aber dadurch könnte man selbst zum Opfer werden. Der beste Weg ist deswegen, einem Lehrer oder der Schulleitung den Vorfall zu melden. Wenn es außerhalb der Schule passiert, kann man auch gleich die Polizei rufen.

Sollte man selbst von Mobbing betroffen sein, gibt es bestimmt immer eine Person, mit der man darüber reden kann, und die einem hilft.

Falls man niemanden hat oder es einem unangenehm ist, so etwas zuzugeben, kann man sich auch anonym bei der Telefonseeelsorge (https://www.telefonseelsorge.de) melden. Wenn man dort anruft, wird man von verständnisvollen Menschen empfangen  und einem wird geholfen.

Quellen und weiterführende Links:

Cybermobbing-Fälle: https://www.bravo.de/girl/cybermobbing-die-5-schlimmsten-faelle-316555.html

Cybermobbing Erklärung: https://www.klicksafe.de/cybermobbing